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15.02.2017

Sprachpraktikum – Was genau ist das?

Zum Jahresbeginn 2017 hat die Curaswiss AG ihr Karriereprogramm für Gesundheits- und Krankenpflegepersonen aus verschiedenen europäischen Ländern verkürzt und optimiert. Die deutsche Sprache erlernen die Teilnehmenden weiterhin in der Berliner Sprachschule GLS. Ergänzend absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Sprachpraktikum im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Doch was ist das genau?

Monika (24) aus Polen gewährt uns einen kleinen Einblick in ihr Ehrenamt in einer Tagespflegeeinrichtung für Senioren. Unser Partner Volkssolidarität hat eine lange Tradition des sozialen Engagements für ältere Menschen, chronisch Kranke, Pflegebedürftige, sozial Benachteiligte sowie für Kinder und Jugendliche. Sie betreibt im Osten Berlins verschiedene Einrichtungen von Kitas, Nachbarschaftstreffs, Seniorenheimen, Ambulanten Pflegediensten über Tagespflegeeinrichtungen für Senioren oder Wohngemeinschaften.

Monika, was ist eine Tagespflegeeinrichtung?

Eine Tagespflegeeinrichtung ist ein zusätzliches Angebot zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Pflegebedürftigkeit. Die Gäste werden morgens von ihren Angehörigen oder dem Fahrdienst der Volkssolidarität gebracht und am Nachmittag gegen 16 Uhr geht es wieder zurück nach Hause. Das Angebot der Tagespflege dient insbesondere dem Erhalt und der Förderung der Alltagskompetenzen pflegebedürftiger Menschen und auch der Entlastung pflegender Angehöriger. In der Einrichtung können die Senioren soziale Kontakte pflegen, an Beschäftigungsangeboten wie verschiedenen Spielen, der Zeitungsschau, Leseangeboten, gemeinsamen Mahlzeiten aber auch Körperpflege teilnehmen. Die Angehörigen wiederum haben dann Zeit, sich um ihre Angelegenheiten zu kümmern.

Wie nimmst du das Sprachpraktikum wahr? Hilft es dir bei der Anwendung und Vertiefung deiner Sprachkenntnisse?

Am Anfang war es recht schwer für mich. Das Praktikum ist völlig anders als der Unterricht in der Sprachschule. Hier geht es darum, die Sprache im „echten Leben“ anzuwenden. Erschwerend kommt der Berliner Dialekt hinzu, den die Senioren hier gern sprechen. Dennoch ist es sehr hilfreich und es macht Spaß, mit den Gästen umzugehen, miteinander zu sprechen und zu helfen.

Was genau machst du während deiner ehrenamtlichen Tätigkeit?

Es braucht Zeit, um Vertrauen zu den Gästen aufzubauen. Sie sind teilweise kritisch oder skeptisch und wenn ich nicht gleich verstehe, was sie meinen, wenden sie sich an jemand anderen. Ich muss also aktiv sprechen, um Zugang zu den Menschen zu bekommen. Ich nehme an den Beschäftigungsangeboten teil, lese vor und darf inzwischen auch eigene Ideen einbringen. So habe ich ein Gedächtnistraining für die Gäste konzipiert, das ich nun regelmäßig mit ihnen durchführen werde.

Wie oft gehst du in die Tagespflegeeinrichtung?

Am Vormittag besuche ich die Sprachschule. Am Nachmittag bin ich in der Einrichtung. Die Zeit kann ich mir in Abstimmung mit der Tagespflege flexibel einteilen. Insgesamt werde ich ca. 100 Stunden absolvieren.

Weitere Informationen zu einem unserem Partner für das Sprachpraktikum im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit: www.volkssolidaritaet.de

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Es ist bewundernswert und mutig, auf welchen Weg sich die Curaswiss-Teilnehmenden begeben. Ich stehe ihnen gern während der Zeit des Starter Course in Berlin mit Rat und Tat zur Verfügung.
Christine Naumann, Program Manager Germany